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„Wow!“, so die Zusammenfassung von Gemeindepastor Torsten Kugler nach der Musical-Aufführung „Der verlorene Sohn“ am vergangenen Sonntag in Althütte.

 

Doch erst mal zum Anfang: innerhalb der Gemeinde für Christus wurde von den Teenies und jungen Erwachsenen ein Musical gewünscht. Die Anfänge der Planung reichen fast ein Jahr zurück: welches Stück sollte es werden, ab welchem Alter darf man mitmachen...?

Nachdem im Frühjahr 2019 dies geklärt war, ging es im Juni mit der ersten Probe los und so trafen  sich rund 60 motivierte Sänger, Sängerinnen und Musiker-/innen im Alter zwischen 12 und 29 Jahren. Insgesamt sechs Probetage gingen den Aufführungen voraus und die Vorfreude sowie die Spannung auf die Premiere in Murrhardt am Samstag, den 9. November, war riesig.

Nachdem um 17:30 Uhr die Türen der Festhalle in Murrhardt geöffnet wurden strömten die Zuschauer in den Saal und die Jugendlichen konnten ihr Können und ihre harte Arbeit vor großem Publikum zeigen. Mit Live-Band, Gesang und Schauspiel ging es gut ab auf der Bühne und die 90 Minuten vergingen wie im Flug.

 

Die Geschichte des verlorenen Sohns aus dem Lukasevangelium ist recht bekannt: der jüngere Sohn eines wohlhabenden Landbesitzers lässt sich vom Vater seinen Erbanteil auszahlen, zieht fort und verprasst sein ganzes Geld. 

Bettelarm und reumütig kehrt er einige Zeit später wieder zum Hof des Vaters heim um als Tagelöhner für ihn zu arbeiten. Doch anders als vom Sohn erwartet ist der Vater überglücklich, seinen Jüngsten wieder zu haben. Er schenkt ihm neue Kleider, Schuhe, einen Siegelring und lässt ein Freudenfest wegen seiner Rückkehr ausrichten. 

Dies bleibt nicht ohne Spannungen, fühlt sich doch der ältere Sohn missachtet: schließlich stand er seinem Vater immer treu und tatkräftig zur Seite. Der Vater erwidert darauf, dass er doch ein gutes Leben bei ihm habe, alles was sein sei gehöre auch ihm und er solle sich über die Heimkehr des Bruders freuen, sei er doch „tot“ gewesen und nun wieder lebendig geworden.

Dieses von Jesus erzählte Gleichnis soll ausdrücken, wie sehr unser himmlischer Vater sich über jeden freut, der zu ihm (zurück)findet.

 

Auch am Sonntag, den 10.November, konnten die insgesamt über 70 Mitwirkende (Sänger, Chorleitung, Band, Technik, Bühnenbild) eine übervolle Festhalle in Althütte mit ihrer Darbietung begeistern.

Bei anschließendem Imbiss blieb noch genügend Zeit sich über das Musical und das Gleichnis aus der Bibel auszutauschen.

Wer jetzt neugierig geworden ist und sich eine Vorstellung selbst ansehen möchte ist am Samstag, den 23.11. dazu herzlich ins Gemeindehaus der GfC nach Stuttgart-Vaihingen oder am Sonntag, den 24.11. nach Gschwend in die Gemeindehalle eingeladen. Beginn ist jeweils um 18:30 Uhr. Weitere Informationen dazu gibt es online unter www.gfc.onl

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Achtung Baustelle!

Im Rahmen des Sommerferienprogramms 2019 trafen sich am ersten Ferientag über 50 Kinder aus Althütte und Kaisersbach auf der (richtig echten!!) Baustelle der Gemeinde für Christus in Rotenmad.

Als erstes mussten sie sich natürlich vorschriftsgemäß als Bauarbeiter anziehen. Danach erzählte Noah, wie er vor der Sintflut gerettet wurde. „Ich gehorchte Gott und baute eine riesige Arche.“ Er gab den Kindern die wichtige Botschaft, dass sie immer auf Gott vertrauen sollen, auch wenn es Schwierigkeiten gibt. Nach einem leckeren Baustellenimbiss konnten sie gestärkt als Bauarbeiter/innen starten.

Essen

An verschiedenen Stationen konnten sie ihre Fähigkeiten üben: mit Geschick galt es Häuser zu streichen, Rohre auszubessern, Häuser zu mauern, geschickt Nägel ins Holz zu hämmern, das Baggerfahren üben und vieles mehr.

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Die Ausbildung ging schnell vorbei und alle neuen Bauarbeiter/innen durften mit einer Meisterschaftsurkunde heim. Es war schön, dass auch in diesem Jahr wieder so viele Kinder bei unserem Ferienprogramm dabei waren! Mal abwarten, wo uns die Reise im nächsten Jahr hinführt. Wir freuen uns darauf – Gottes Segen mit euch! Euer Team der Gemeinde für Christus.

Jelia Beck und Samantha Kugler

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Spatenstich in Rotenmad lang ersehnt

Für das neue Gemeindezentrum der „Gemeinde für Christus“/ Baukosten liegen bei 1,78 Millionen Euro

Spatenstich Rotenmad

Heute sei nicht nur ein schöner Tag im April, sondern ein heißer Tag im Juli, meinte Architekt Günter Brecht aus Welzheim beim Spatenstich für das neue Gemeindehaus der evangelischen Freikirche „Gemeinde für Christus (GfC)“ in Kaisersbach-Rotenmad und ging damit auf die lange Vorbereitungszeit ein.

Vor mehr als 100 Jahren begann alles in der Schweiz und bereits vor dem zweiten Weltkrieg gab es Verbindungen zu verschiedenen Orten in Deutschland, auch in den  Weidenhof 1946 wurde dann die Gemeinde in Deutschland gegründet. Was zunächst viele Jahre in Privathäusern in kleiner Runde stattfand, wuchs immer mehr und bedurfte bald eines großen Versammlungsraums. Um 1990 wurden 2,7 Hektar idyllisches Land in Rotenmad gekauft und das Bibel- und Freizeithaus gebaut. Dieses dient bis heute für die wöchentlichen Zusammenkünfte, für Seminare, Feiern und die beliebten Freizeiten für Kinder und Erwachsene. Der anfänglich genutzte kleine Saal mit 40 Sitzplätzen im Betreuerwohnhaus wurde bald für die Gottesdienste zu klein, und schon lange ist auch der Saal im Bibel- und Freizeithaus  an seiner Kapazitätsgrenze. Heute zählen sich rund 200 Personen zur Gemeinde Rotenmad, 65 davon Kinder. Um diesem Wachstum weiterhin Raum zu geben, kamen vor rund zehn Jahren die ersten Gedanken auf, wie das bestehende Haus erweitert werden kann. Anbau, Neubau, Unterkellerung?

Ursprünglich war Unterkellerung der Foyers vorgesehen

2010 wurde ein erstes Pflichtenheft erstellt, damals noch mit dem Vorhaben der Unterkellerung des Foyers. Recht schnell verabschiedete mann sich von diesem Vorhaben wieder und ab 2011 wurde ein Neubau angestrebt. 2012 besuchten einige Gemeindemitglieder, die sich unter der Projektleitung von Simon Fetzer zusammengetan hatten, verschiedene Gemeindehäuser im Umkreis. Ideen wurden gesammelt, Gespräche mit anderen „Bauherren“ geführt. Die lange Planungs- und Zielfindungsphase mündete 2013 in einen ersten Entwurf von Architekt Brecht, mit all den Wünschen waren die Kosten allerdings viel zu hoch. Wo konnte man sparen?

2014 folgte der überarbeitete Entwurf, 2016 willigte der Gemeinderat von Kaisersbach einem Verschieben des Baufensters zu, 2017 ging der Planungsprozess weiter, bis 2018 endlich der Bauantrag eingereicht werden konnte. Architekt Brecht ging von einem Baubeginn im April 2019 aus, mit der deutschen Bürokratie wurde es dann letztlich Juli 2019.

Mit einem Budget von 1,78 Millionen Euro werden künftig 300 bis 310 Personen im 220 Quadratmeter großen Saal den Gottesdienst besuchen können, sich im großzügig angelegten Foyer austauschen oder im Speisesaal gemeinsam essen können.

Denn genau dies soll das neue Gemeindehaus nach den Worten von Thomas Horrer (dem Leiter der Gemeinde für Christus Deutschland) und Torsten Kugler (dem Betreuungspastor der Ortsgemeinde Rotenmad) sein: ein Ort der Begegnung, ein Ort der Zuflucht, ein Ort, wo man Antworten auf seine Fragen bekommt, ein Ort für Gottesdienste.

 Im gemeinsamen Gebet wurde die Bitte an Gott um Gelingen und seinen Segen für den Bau gerichtet! Denn der Mensch kann noch so viel planen, es liegt in Gottes Hand. In Sprüche 16, Vers 13 heißt es: Vertraue dem Herrn deine Vorhaben an, dann werden deine Pläne gelingen. Bürgermeisterin Katja Müller aus Kaisersbach sicherte in ihrer Rede der GfC weiterhin ihre Unterstützung sowie die des Gemeinderats zu und freut sich auf das moderne Gebäude mit Flachdach – im schwäbischen Wald eine echte Rarität. Mit einer Baumstammfassade wird sich das Haus prima in die Umgebung einfügen. Brecht ist selbst schon gespannt auf das Ergebnis, hat es doch so etwas bisher nicht gegeben. Zu zwölft wurde der symbolische Spatenstich ausgeführt, ein großes Gebäude bedarf auch an großer Beteiligung.

Die tatkräftige Unterstützung der Gemeindemitglieder wird auch weiterhin erforderlich sein. Im Vorfeld mussten bestehende Wege weichen, Bäume und Sträucher teils entfernt werden. Auch in der Innengestaltung und Fertigstellung wird viel Arbeit in Eigeninitiative nötig sein. Dass die Gemeinde hinter diesem Projekt steht, hat sie aber bereits bewiesen: Eine komplette Unterkellerung des Neubaus war zwar wünschenswert, im verfügbaren Budget aber nicht finanzierbar. Durch Spenden konnte dafür aber das O.k. gegeben werden und zusätzlichen Gruppenräumen und Lagermöglichkeiten steht nun nichts mehr entgegen.

Rund 75 anwesende Leute feierten an diesem Abend den Baubeginn mit einem kleinen Umtrunk und Häppchen, die beteiligten Baufirmen Munz aus Welzheim sowie das Ehepaar Müller von der Zimmerei Müller aus Kaisersbach gratulierte zum Startschuss und freut sich auf die bevorstehende eineinhalbjährige Bauzeit.